Finding Vivian Maier

Seit ich das erste mal Fotos von Vivian Maier gesehen habe bin ich fasziniert. Ihre Fotos haben eine Authentizität die Momente so genau auf den Punkt bringt wie ich es vorher selten gesehen habe.

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Die persönlichen Geschichte der 1926 geborenen New Yorkerin, trägt noch zu ihrer Faszination bei. Sie führte ein sehr zurückgezogenes Leben, arbeitet meist als Haushälterin und Kindermädchen in verschiedenen Familien. Doch gleichzeitig Fotografierte sie ohne Unterlass und produzierte 100 000 von Fotos, 100 von Videos und Audio aufnahmen, ohne sie jemandem zu zeigen.

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Erst nach ihrem Tot wurden Fotos von verschiedenen Käufern ihres Nachlasses veröffentlicht. Besonders erfolgreich damit war John Maloff, der eine Kiste mit unentwickelten Negativen von Vivian Maier auf einer Auktion erstand. Nachdem er nur wenig über die Fotografin in Erfahrung bringen konnte und keine Galerie dazu bewegen die Fotos zu zeigen startete er 2009 ein Blog in dem er sie veröffentlichte. Die Bilder verbreiteten sich rasant im Netz und auch das Interesse anderer Medien wuchs. 2011 startete Maloff ein kickstarter projekt um eine Dokumentation über das mysteriöse Leben von Vivian Maier zu drehen.

VM2Und gute drei Jahre später habe ich mir diese Doku nun im Kino angeschaut. 84 Minuten ist sie lang und zeigt sowohl Maloffs Entdeckung und Archivierung der Fotos, als auch sein bemühen mehr über die Fotografin in Erfahrung zu bringen. Eine Auflösung des Rätsels gibt es natürlich nicht, das ist aber auch gar nicht nötig den die vielen Interviews mit Menschen die Vivian Maier kannten geben sehr unterschiedliche Blickwinkel auf ihre Persönlichkeit. Auf jeden Fall macht der Film noch mehr Lust Fotografien von Vivian Maier anzuschauen, zum Beispiel von ihrer Weltreise, leider gibt es dazu noch keinen Fotoband.

Kategorie Filme und Musik, Künstler

Eine Antwort auf Finding Vivian Maier

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